Donnerstag, 28. Januar 2021

Interview mit Luisa Meloni

) Beschreibe dich bitte mit drei Worten ? 

Engagiert, optimistisch, dankbar.

 2) Wie geht es dir in dieser Pandemie Zeit?

 Es ist ein Auf und Ab. Ich genieße es so viel wertvolle Zeit mit der Familie und mit Freunden zu verbringen, zusammen zu kochen, zu backen, Spiele zu spielen (vor allem „Bohnanza“ und die Exit Games haben es uns aktuell angetan), spazieren zu gehen, etc. Und ich genieße es die Zeit zu nutzen um mich voll darauf konzentrieren zu können mich weiterzubilden und neue Dinge zu entdecken. Und auf der anderen Seite vermisse ich es natürlich ein neues Skript und einen neuen Klavierauszug in den Händen zu halten, mich auf Proben vorzubereiten, mit Kollegen zusammen ein Stück zu entwickeln, auf der Bühne zu stehen, anschließend noch zusammenzusitzen, viele Menschen kennenzulernen. All das fehlt natürlich schmerzlich und ich freue mich unendlich auf die Zeit, wenn all das wieder möglich ist. 



 3) War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hättest du einen anderen Berufswunsch? 

Ich hatte nie so einen richtigen Berufswunsch bis ich erkannt habe, dass es tatsächlich möglich ist Schauspiel, Gesang und Tanz zum Beruf zu haben. Und das war es dann. Da war ich 16 und es ist noch immer mein Traumberuf. Ich schließe nicht aus, dass ich einmal den Wunsch verspüre zusätzlich auch noch etwas anderes zu machen, aber ich bin glücklich dass es dieser Beruf fürs Erste geworden ist. 

 4) Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

 Eine Figur zu entdecken und zu kreieren, die Abwechslung, die ständig neuen Herausforderungen, Momente in denen man über sich hinauswachsen kann, der Kontakt zu so vielen Menschen die alle die gleiche Leidenschaft teilen. 

 5) Wie hast du deine Ausbildung erlebt? 

Die Ausbildung war eine der prägendsten, besondersten und unvergesslichsten Zeiten meines Lebens. Ich habe die Zeit geliebt und ich durfte so großartige Dinge erleben und gleichzeitig gab es natürlich Momente wo alles so schien als wäre es nicht zu bewältigen. Aber ich bin so unendlich dankbar, dass ich 3 Jahre an diesem Ort, mit diesen Menschen verbringen durfte. Ich würde es jederzeit wieder tun! 


 6) Wo siehst du dich in 10 Jahren? 

Ich finde gerade jetzt ist es ganz schwer überhaupt zu sagen, wo man sich in der Zukunft sieht. Das letzte Jahr hat so sehr gezeigt, dass es für nichts eine Garantie gibt und dass es immer ganz anders kommen kann, als wir es uns vielleicht vorstellen mögen. Wenn ich es mir wünschen darf, dann wünsche ich mir, dass ich und meine Liebsten um mich herum gesund und glücklich sind und dass ich brenne für das was ich dann tue. 

 7) Ist Social Media für dich eher Fluch oder Segen?

 Beides. Social Media ist eine super Möglichkeit sich mit Menschen zu verknüpfen und sich von Menschen inspirieren zu lassen und auch Menschen zu inspirieren, die die gleichen Interessen haben. Ich weiß noch wie ich damals bei Instagram entdeckt habe wie Hashtags funktionieren und wie faszinierend ich den Gedanken fand, dass Menschen auf der ganzen Welt sich über einen Hashtag verknüpfen können. Aber es besteht eben auch die Gefahr, dass so viel in dieser virtuellen Welt stattfindet, dass man viel Zeit allein am Smartphone verbringt. Vor allem in dieser Zeit findet so viel virtuell statt. Und das ist toll, ich bin ein Fan davon all diese technischen Möglichkeiten zu nutzen und trotz allem verbunden zu sein. Und trotzdem sind Plattformen wie z.B. Instagram natürlich Plattformen die mit ihren Optimierungsmöglichkeiten wie z.B. Filtern, etc. eine bestimmte Sicht auf eine Person, oder eine Sache schaffen. Ich liebe es durch andere inspiriert zu werden, jedoch bekommt man mittlerweile so viele Informationen ungefiltert und im Überfluss, dass es auch Stress auslöst, wenn man all das dann auch so in sein eigenes Leben integrieren möchte. Und es ist eben auch nicht alles wahr was wir dort finden! Ich glaube das sollte man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen und dann kann Social Media eine tolle Möglichkeit der Inspiration und des Austauschs sein. 

 8) Welches Theaterstück hast du als erstes gesehen? Und was hat dich daran fasziniert? 

Das erste große Stück, das ich gesehen habe war 42nd Street damals in Stuttgart. Ich war ca. 12 würde ich sagen und wir sollten eigentlich Das Phantom der Oper sehen. Es gab allerdings an diesem Tag eine Verschiebung und wir durften uns stattdessen 42nd Street im Theater nebenan ansehen. Ich erinnere mich an Ensemble-Steppnummern auf Treppen zu denen auch noch gesunden wurde und ich war absolut fasziniert. Ich habe daraufhin dann sogar mit Stepptanz angefangen, ging aus der Show damals aber mit dem Gedanken: ok, wenn man das nicht schon seit man denken kann trainiert, dann kann man das niemals zum Beruf machen.


 9) Auf was bist du besonders stolz?

 Puh, das ist ja mal eine gute Frage. Ich tendiere sehr gerne dazu immer die Dinge zu sehen, die ich noch verändern und an denen ich noch arbeiten und wachsen möchte. Und darauf bin ich auch stolz. Aber ich bin auch stolz darauf wundervolle Menschen in meinem Leben zu haben und meine Familie und Freunde nennen zu dürfen. Stolz und wahnsinnig dankbar. Ich bin stolz darauf, dass ich die Möglichkeit bekommen habe diesen Beruf zu erlernen und bereits so unterschiedliche Rollen in so unterschiedlichen Stücken gespielt haben zu dürfen und dabei jedes Mal wieder auf das Vertrauen, dass mir dabei entgegengebracht wird.


 10) Dein kleiner Beitrag zum Klimaschutz bzw. verzichtest du der Umwelt zu liebe auf etwas?

 Seit gut einem Jahr verzichte ich komplett auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Auch mein Bewusstsein für Plastik, zum Wegwerfen und zu vielen anderen Dingen hat sich in den letzten Jahren stark verändert und verändert sich auch weiterhin immer mehr. 

 11) Hast du ein Lebenszitat? 

Das nicht, nein, aber ich habe gestern ein sehr inspirierendes Zitat von Meryl Streep gelesen: „The formula of happiness and success is just being actually yourself, in the most vivid possible way you can.“

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